KURDO

Mit Slumdog Millionaer schuf er 20 Songs, die nichts Geringeres als sein Leben zum Thema haben. Flüchten vor dem Krieg: Verlass, was du hast … Manche meiner Freunde haben es leider nicht geschafft. Vom Krieg in das Ghetto kam Kurdo mit 8 Jahren, als er mit seiner Familie aus der nordirakischen Heimat über sechs Länder nach Deutschland floh. Nach zwei Jahren im Asylantenheim landete er dort im Heidelberger Betonviertel Emmertsgrund. Du merkst schnell, dass du das Klima nicht verträgst, wenn niemand dich versteht, wenn du niemanden verstehst. Mit Sehnsucht und Wut rappt Kurdo über die Heimat, die Flucht und das neue Leben, das dem alten nicht unähnlich ist: Dort Teil der kurdischen Minderheit, hier Schwarzkopf, Kanacke, Problemkind gegen Vater Staat. In diesem sozialen Abseits verschafft Kurdo sich und seinesgleichen deutlich Gehör, manchmal nachdenklich, meist hart und aggressiv, immer authentisch.

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